Über mich
Erfahrung aus der Praxis. Ideen für bessere Werkzeuge.
Ich bin Manfred Timmerhans, Schuldnerberater (FH) und Entwickler des Insolvenz-Kompass.
Mein Weg in die Schuldnerberatung war nicht von Anfang an geplant. Ich habe im Ausland gelebt, war selbständig und bin später durch die Erweiterung der Rechtsanwaltskanzlei meiner Frau immer stärker mit den Themen Verschuldung und Insolvenz in Berührung gekommen.
Weil mich das Gebiet interessierte und ich es fachlich fundiert bearbeiten wollte, absolvierte ich an der Hochschule Fulda die Weiterbildung zum Schuldnerberater (FH).
Danach war ich rund 15 Jahre in der Schuldnerberatung tätig, habe mich regelmäßig fortgebildet und unter anderem Vorträge im Bereich der Schuldenprävention gehalten.
Heute arbeite ich nicht mehr als Schuldnerberater. Die Erfahrungen aus dieser Zeit sind aber die Grundlage für Insolvenz-Kompass.
Was mir in der Praxis aufgefallen ist
Menschen geraten aus sehr unterschiedlichen Gründen in finanzielle Schwierigkeiten: Arbeitslosigkeit, Krankheit, Trennung oder Scheidung, eine gescheiterte Selbständigkeit oder eine Kombination verschiedener Ereignisse.
Ich habe häufig erlebt, wie schnell daraus eine Situation entstehen kann, die für die Betroffenen kaum noch zu überblicken ist.
Auf Gläubigerseite treffen diese individuellen Situationen dagegen häufig auf standardisierte Abläufe. Das ist zunächst weder ungewöhnlich noch grundsätzlich falsch – Forderungseinzug ist zwangsläufig zu einem erheblichen Teil standardisiert.
Für eine gute Lösung des einzelnen Falles reicht ein Schema F aber nicht immer aus.
Und auch auf Beraterseite gibt es Routinen. Ein außergerichtlicher Vergleich kann beispielsweise nach einem bekannten Standardschema berechnet werden. Das bedeutet aber noch nicht automatisch, dass alle sinnvollen Gestaltungsmöglichkeiten geprüft wurden.
Genau dieser Unterschied interessiert mich.
Warum Insolvenz-Kompass?
Viele Fachprogramme, die ich kennengelernt habe, sind in erster Linie Verwaltungsprogramme. Sie helfen dabei, Fälle, Gläubiger, Forderungen, Schreiben und Termine zu organisieren.
Das ist wichtig. Mich interessiert aber stärker die Frage:
„Kann Software auch bei der fachlichen Arbeit sinnvoll unterstützen?“
Warum sollte jemand bei einer komplizierten Lohnabrechnung erst verschiedene Quellen durchsuchen müssen, um die Behandlung einer Lohnposition zu klären?
Warum sollte ein Vergleichsrechner lediglich eine Quote ausrechnen, wenn er auch verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten gegenüberstellen könnte?
Und warum sollte eine Fachanwendung nur Daten verwalten, wenn sie den Anwender an entscheidenden Stellen auf Besonderheiten oder Alternativen hinweisen kann?
Aus diesen Überlegungen entsteht Insolvenz-Kompass.
Kein Perfektionsversprechen
Ich entwickle Werkzeuge mit dem Anspruch, fachliche Grundlagen sorgfältig und nachvollziehbar umzusetzen.
Das bedeutet für mich: sorgfältig recherchieren, Berechnungen nachvollziehbar machen, Ergebnisse testen und fachliche Grundlagen dokumentieren.
Es bedeutet nicht, zu behaupten, dass Software unfehlbar ist.
Auch ich kann Fehler machen. Software kann Fehler enthalten. Rechtliche Grundlagen können sich ändern und manche Sachverhalte lassen sich nicht auf einen Algorithmus reduzieren.
Deshalb gefällt mir ein Zitat von Voltaire besonders gut:
„Perfekt ist der Feind von Gut.“
Ich veröffentliche lieber ein gutes, sorgfältig geprüftes Werkzeug und verbessere es weiter, als jahrelang an einer vermeintlich perfekten Lösung zu arbeiten, die niemals fertig wird.
Bei einem Punkt mache ich allerdings keine Abstriche: Fachliche Sorgfalt hat Vorrang vor möglichst vielen Funktionen.
Und ja: Es ist auch ein Geschäft
Insolvenz-Kompass ist kein ehrenamtliches Projekt.
Die Entwicklung, fachliche Recherche, Pflege und Aktualisierung der Werkzeuge kosten Zeit und Arbeit. Mit den kostenpflichtigen Angeboten möchte ich deshalb auch Geld verdienen.
Gleichzeitig soll nicht jede sinnvolle Funktion hinter einer Bezahlschranke verschwinden. Der einfache Pfändungsrechner bleibt beispielsweise dauerhaft kostenlos. Wer umfangreichere Werkzeuge für seine berufliche Arbeit benötigt, kann kostenpflichtige Funktionen nutzen.
Ich halte das für ein faires Modell:
„Ein nützliches kostenloses Werkzeug für den Einstieg – und ein fairer Preis für Funktionen, die im professionellen Einsatz Zeit und Arbeit sparen.“
Schritt für Schritt
Insolvenz-Kompass ist kein fertiges Großprojekt und soll auch nicht so tun.
Der Pfändungsrechner ist der Anfang. Weitere Werkzeuge sollen folgen – unter anderem für Vergleiche und später auch für angrenzende Bereiche wie Unterhaltsberechnungen.
Ich entwickle das Projekt Schritt für Schritt. Neue Funktionen sollen nicht deshalb entstehen, weil eine lange Feature-Liste gut aussieht, sondern weil sie ein konkretes Problem lösen.
Und wenn etwas verbessert werden muss, wird es verbessert.